Aktuell in der Botschaft

Frondienst am Mühlebach

BÖTTSTEIN (tf) — Getreide- und Ölmühlen, Hammerschmitten und Sägereien, sie alle wurden einst mit Wasserkraft angetrieben. In Böttstein kam das Wasser zum einen aus dem Bruggbach, der vermutlich das Wasserrad einer Hammerschmitte antrieb, zum anderem kam das Wasser aus dem Mühlebach, der gleich mehrere Wasserräder im Dorf antrieb. Eines befand sich in der Oberen Mühle (Getreidemühle), eines in der Ölmühle, eines in der Sägerei, eines in der Unteren Mühle (Getreidemühle) und ein weiteres wahrscheinlich in einer Beimühle (Getreidemühle und Hanfreibe). Weil der Mühlebach nicht nur Mühlen antrieb, sondern während vieler Jahrzehnte (und bis 1902) auch die Böttstemer Dorf- und Schlossbrunnen mit Wasser spies, wurde er auch schon als «Lebensader Böttsteins» bezeichnet.
   Das Wasser des Mühlebachs hat Trinkwasserqualität und entspringt am Schneggenberg im Gebiet «Nünbrünne». Er wird dort in einer kleinen Brunnenstube als Quelle gefasst und in ein Reservoir geführt. Über einen Ablass fliesst das Wasser zudem in den Mühlebach, der schon bald mit einem Aquädukt den Bruggbach quert. Beim Mühlebach selbst handelt es sich um ein künstlich angelegtes Gewässer. Das von Hand geschaffene Bachbett ist knapp einen Kilometer lang. An mehreren Stellen fliesst der Mühlebach in Aquädukten oder in im Boden liegenden Wasserröhren. Wie alt der Mühlebach ist, kann nicht sicher bestimmt werden, hingegen ist bekannt, dass die Schlossherren von Roll im Jahr 1607 den Auftrag für den Bau der Unteren Mühle erteilt haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Wasserrad dieser Unteren Mühle von Anfang an durch den Mühlebach angetrieben wurde.

Reaktivierung Rheintallinie: Druck auf Kanton soll erhöht werden

BAD-ZURZACH (tf) — Stefan Angliker und Patrick Helg kommen nicht aus dem Zurzibiet. Auf den Stoff für ihre Bachelorarbeit sind sie durch Medienberichte aufmerksam geworden — und wollten es dann genauer wissen. Aufbauend auf einer Situations- und Potenzialanalyse haben sie vier denkbare Angebotskonzepte für eine Direktverbindung Basel-Winterthur genauer untersucht. Mutig bezeichnen sie zum Schluss eine Bestvariante für die Wiederbelebung der 1994 stillgelegten Rheintallinie. Einen euphorischen Unterton sucht man in ihrer Arbeit allerdings vergeblich, sie bleiben konsequent sachlich und nüchtern und zeichnen ein realistisches Bild zu einer Hoffnung weckenden Idee. Auf dem Weg zu ihrem Fazit liefern sie erste Antworten auf die Fragen, ob überhaupt eine Nachfrage nach einer solchen Direktverbindung besteht und ob heutige Zuglinien durch eine wiederbelebte Rheintallinie entlastet würden. Sie sagen ausserdem, wo auf der Strecke Basel-Winterthur der Zug im Idealfall Stopps einlegen sollte und welche Kosten die Wiederinbetriebnahme einer durchgehenden Linie nach sich ziehen würde.

Vereinsauflösung am 100. Geburtstag

HOTTWIL (ire) — Weil es an Nachwuchs fehlte — er wurde auch bewusst nicht gefördert — löste sich der Veloclub Ende Juli auf. «Unser jüngstes Mitglied ist 56 Jahre alt», bringt es Jürg Waldburger, letzter Präsident des Clubs, auf den Punkt. Was bleibt sind die Erinnerungen an unzählige Ausfahrten und Reisen, bei denen stets ein enger Zusammenhalt herrschte.

Im Bann des #

LENGNAU (tf) — Es ist Freitag-Vormittag, kurz nach 10 Uhr. Für die Schülerinnen und Schüler der 2. Realschulklasse heisst es: Schlussspurt. Sie wollen ihre Hashtags, die sie für die #ExpoSurbtal2019 verzieren, fertig gestalten. Das Besondere ist, die Doppelkreuze sind fast so gross wie die Kinder selbst. Die Klassen 2a und 2b — insgesamt 30 Schüler — hatten im Vorfeld vier Hashtags angemeldet, die sie gestalten würden. Es waren vier von gesamthaft 20 Hashtags, die die Kreisschule Surbtal für die #ExpoSurbtal2019 verzieren sollte. Bereits im Schullager diskutierten die Schüler zusammen mit den Klassenlehrpersonen Manuela Guler und Lilli Waishar erste Gestaltungsideen. Gemeinsam kamen sie zum Schluss: Sie wollten für die Verzierung der Hashtags von verschiedenen Berufsbildern ausgehen. Berufsbilder, die dann in den #Expowelten allenfalls auch wieder zu entdecken sind. Der Forstwart, die Floristin, der Maler und die Köchin, das waren die vier Berufe, die sie gestalterisch umsetzen wollten.

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