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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Mutmachender Austausch zum Pastoralraum

70 Interessierte haben im Pfarreiheim «Lupe» die Zukunft der katholischen Kirche im Unteren Aaretal und im Kirchspiel diskutiert.

LEUGGERN (tf) - «Gott, öffne mir die Augen, damit ich sehen kann, was ich noch nicht erkenne. Gott, öffne mir die Ohren, damit ich hören kann, was ich noch nicht verstehe. Gott, gib mir ein vertrauensvolles Herz, das zu tun wagt, was es noch nicht getan hat.» Ein Gebet, gesprochen zum Auftakt des Dialog-Vormittags im Leuggermer Pfarreiheim «Lupe», nur Schritte entfernt von der Kirche St. Peter und Paul. Ein Gebet, gedacht als hoffnungsvoller Appell, sich dem Pastoralraum-Prozess nicht schon zu verschliessen, bevor er überhaupt in seine «heisse Phase» tritt. Ein Gebet, schliesslich, gemeint als demütige Anerkennung des Umstands, dass der Wandel auch vor den Kirchen im Zurzibiet nicht Halt macht, dies aber nicht nur Schicksal sein muss, sondern auch eine Chance sein kann.
   Im Unteren Aaretal und im Kirchspiel wurde dieser Chance inzwischen ein Name gegeben, sie heisst «Pastoralraum Aare-Rhein». Ob dieser zurzeit noch fragile Entwurf von sieben unter einem Dach wirkenden Pfarreien dereinst auch auf solidem Fundament zu stehen kommt, steht derzeit zwar noch in den Sternen, unübersehbar ist jedoch, dass die involvierten Bauherren, sprich die Seelsorgenden und die Kirchenpflegepräsidenten, alles Mögliche daransetzen, die richtige, das heisst, die einende Formel zu finden.

Vom Ist-Zustand ausgehen

Wer die Zukunft vielversprechend gestalten möchte, ist sicher gut beraten, den heutigen Status Quo, das heisst den Ausgangspunkt des in die Zukunft weisenden Projekts, gut zu kennen. Und so haben die Seelsorgenden, die aktuell die pastoralen Grundlagen für den künftigen Pastoralraum Aare-Rhein erarbeiten, in den vergangenen Wochen und Monaten eine gründliche Analyse ihrer Region unternommen.
   An der Informations- und Austauschveranstaltung von Samstagvormittag wurden die Ergebnisse dieser Situationsanalyse nun erstmals öffentlich vorgestellt. Was Projektgruppenleiter Daniel Kyburz präsentierte, war für die rund 70 Interessierten, die am Samstag nach Leuggern gekommen sind - mehrheitlich waren es Kirchgemeinde- und Kirchenpflegemitglieder - in jeder Hinsicht erhellend.
   So leben im Gebiet des künftigen Pastoralraums heute gegen 8200 Katholiken, was rund 45 Prozent aller Einwohner entspricht. Diesen stehen zusammengefasst gleich viele Reformierte, Konfessionslose und Muslime gegenüber (je 15 Prozent). Gegen 6000 Personen aus der Region sind ausserdem Menschen mit Migrationshintergrund, was rund 33 Prozent entspricht und weit über dem schweizerischen Durchschnitt von 25 Prozent liegt.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 21

 



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