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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

30 Bäume müssen weg - zum Schutz des Dammes

Der Staatsforstbetrieb Aare-Rhein führt derzeit Holzereiarbeiten direkt beim Damm am Fuller Rheinufer aus. Den Auftrag haben die Schluchseewerke gegeben, die auf diesem Abschnitt für den Unterhalt und die Sicherung der Ufer zuständig sind.

FULL (tf) - Den Ausschlag für die aktuell laufenden Holzereiarbeiten beim Damm am Rheinufer gaben im übergeordneten Sinn zwei Ereignisse. Ende Mai und Anfang Juni 2013 kam es in grossen Teilen Deutschlands zu verheerenden Hochwassern, im Zuge derer etliche Hochwasserschutzdämme brachen. Zur Instabilität der Dämme hatten damals auch Bäume beigetragen, die in die Dämme gewachsen waren, aufgrund der Hochwasser umgedrückt wurden und mit ihrem Wurzelwerk einen Teil der Dämme ausrissen. Seither ist die Sensibilität für Dammbrüche in Deutschland nicht nur sehr hoch, seither ist auch die Vorsicht gegenüber «falsch» im Hochwasserschutzdamm stehenden Bäumen besonders gross. Es ist bekannt, dass der Damm in Full, der ein beliebter Wander- und Spazierweg ist, nicht ohne Grund so hoch ist wie er ist. Auch er soll im Ernstfall die auf (oder sogar unter) dem Niveau des Rheins liegenden Liegenschaften in Full vor Hochwassern schützen. Als vor zwei Jahren eine in diesem Fuller Damm stehende Birke im Rahmen eines Unwetters prompt umknickte und samt Wurzelwerk aus dem Damm gerissen wurde, war das für die Zuständigen ein Alarmsignal, wie es deutlicher nicht hätte ausfallen können. Zwar hielt sich der Schaden durch den mit der Wurzel ausgerissen Teil des Damms in Grenzen, aber für die Verantwortlichen der Schluchseewerke AG war klar, dass etwas geschehen müsse. Die Schluchseewerke AG führt den Betrieb des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern (Radag) und ist somit auch für den Unterhalt und die Sicherung der Ufer entlang der Rheinstrecken unterhalb und oberhalb des Kraftwerks zuständig - selbstverständlich auf beiden Uferseiten.

Damit der Damm noch lange hält

In den Fokus gerückt wurde insbesondere der Abschnitt des Schutzdammes zwischen der Anlegestelle der Fähre Full und dem Schwimmbad Full. Hier standen bis vor Kurzem etliche Bäume - Eichen, Nussbäume, Kirschbäume, Eschen und Ahornbäume beispielsweise -, die allesamt wild gewachsen waren, die aber, wenn sie durch Unwetter gefällt würden, eine Gefahr für die Dammstabilität darstellen könnten.
   Gemeinsam mit Förster Peter Haas, der sich bereit erklärt hatte, die Holzereiarbeiten mit seinem Staatsforstbetrieb Aare-Rhein zu übernehmen, wurde eine Besichtigung vor Ort vorgenommen. Die Bäume, die es zu entfernen galt, wurden gemeinsam mit Peter Amann von den Schluchseewerken identifiziert und angezeichnet. Dazu Peter Haas: «Langfristig müssen alle grösseren Bäume am Damm entfernt werden. Wir möchten dies aber in Etappen machen, damit der Eingriff nicht allzu radikal ist. Fördern wollen wir in Zukunft Sträucher. Die Strauchschicht ist nicht nur für die Natur wertvoll, sondern verstärkt die Stabilität des Damms.»



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 23

 



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