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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

 

Testlauf auf jüdischem Kulturweg

Beim Postenlauf für Schulklassen entlang des jüdischen Kulturwegs stehen die sinnliche Vermittlung und das Erleben von historischen Begebenheiten im Vordergrund - am Donnerstag absolvierte eine 9. Klasse aus Niederweningen einen Probedurchlauf.

LENGNAU (sf) - Von Basel bis Lugano testen Schulklassen auf den Lehrplan 21 ausgerichtete Angebote zu Religion und Kultur. Das nationale Projekt «Dialogue en Route» von IRAS COTIS stellt kritische Fragen zum Zusammenleben und fordert ein neues Geschichtsbewusstsein. In Endingen und Lengnau werden die Klassen mit der historischen Ausgrenzung von Juden in der Schweiz konfrontiert, lernen aber auch eindrückliche Beispiele des alltäglichen Zusammenlebens und die Geschichte der Emanzipation kennen.

Jüdische Geschichte

Seit 400 Jahren leben Juden in Endingen und Lengnau. Fast ein Jahrhundert lang durften sie nur hier wohnen. Erst 1866 erhielten sie vom Bund die Freiheit, sich in der ganzen Schweiz niederzulassen. In den Jahrzehnten danach zogen die meisten weg, etwa nach Baden, Zürich oder ins Ausland. Ihre Bauten prägen bis heute die beiden Dörfer, die als Ortsbilder von nationaler Bedeutung eingestuft sind. Nirgendwo in der Schweiz existiert eine derartige Dichte an jüdischer Baukultur. Der «Jüdische Kulturweg» macht dieses kulturelle Erbe zugänglich.
   Ammann Franz Bertschi war massgeblich an der Schaffung des Kulturwegs beteiligt, lobte Susanne Holthuizen in ihren einführenden Worten. Seit beinahe zehn Jahren steht dieser Weg der Öffentlichkeit nun offen. Die Führungen sind historisch basiert und für Jugendliche nicht sehr spannend. Gemeinsam mit Désirée Wenzinger entstand daher die Idee, den Weg auch für Jugendliche mit einem Postenlauf interessant zu gestalten. Sie wollten die jüdische Kultur erlebbar machen.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 110

 



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