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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Klingnauer Räbehegel-Generationen

Am Montagabend kam es im «Zelgli» zur historischen Begegnung: Die heutige Räbehegel-Familie traf auf sieben ehemalige Räbehegel.

KLINGNAU (tf) - Es sei vorweggenommen: Alle Rätsel zum Klingnauer Räbehegel konnten auch im Zuge des jüngsten Tauchgangs in die Geschichte des Räbehegel-Brauchtums nicht gelöst werden. Warum die Hegel über ihrer Zielscheibe auf dem Rücken die Zahl 1885 tragen, harrt weiterhin der Aufklärung. Auch die Frage, woher der Brauch genau kommt und von wem er wann einst erfunden wurde, bleibt weiterhin offen.
   Erstmals erwähnt wird der Räbehegel respektive der «Hegel» in einer Publikation von Heinrich Herzog aus dem Jahr 1884. Und soweit man sich zurückerinnern kann, war der Brauch immer eng gekoppelt an die Stadtmusik Klingnau, davor offenbar zuerst an die Gesellschaft der ledigen Knaben. Gesichert scheint ebenfalls, dass der Räbehegel-Brauch, nachdem die Fasnacht während des Zweiten Weltkriegs ausgefallen war, in den Nachkriegsjahren sehr bald wiederbelebt wurde. Jedenfalls ist schriftlich gesichert, dass 1946 an der Fasnacht ein Räbehegel unterwegs war. In diesem Jahr hatte der Hegel auch ein neues Gewand erhalten.

Viele Lücken gefüllt

Über Generationen hinweg wurde überliefert, dass es Jakob Höchli gewesen sei, der den Brauch damals nach der Kriegszeit wiederbelebt habe. Nach aktuellem Stand der «Ermittlungen» wird es aber wahrscheinlich Otto «de Seppelotti» Häfeli gewesen sein, der dem Brauch neues Leben eingehaucht hat in der Nachkriegszeit. Dass damals aber zehn Räbehegel und mehr unterwegs gewesen sein sollen, ist nur ein Gerücht, das sich nicht erhärten lässt.
   Erstmals konnte für diese Ausgabe eine Liste erstellt werden mit den Namen aller bisherigen Räbehegel. Vollständig ist sie noch nicht, vermutlich auch nicht komplett fehlerfrei, aber sie vermittelt ein schönes Bild zu den prägenden Figuren dieses Brauchs. Es zeigt sich, dass etliche Räbehegel während sehr langer Zeit im «Amt» gewirkt haben. Eine Ehre, denn nicht jeder darf Hegel sein in Klingnau.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 22

 



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