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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

 

«Futurum» in der Krone - im Dialog mit der Bevölkerung

Nach Bad Zurzach lanciert auch Lengnau sein «Futurum». Der Gemeinderat möchte den Einwohnern die wichtigsten Projekte vorstellen und ihren Input zur künftigen Entwicklung im Dorf abholen.

LENGNAU (tf) - «Ihre Meinung ist uns wichtig!» - dieser Satz steht in grossen Buchstaben über der Einladung zu den Futurums-Anlässen, die der Lengnauer Gemeinderat ab kommender Woche und bis in die zweite Hälfte September hinein in den ehemaligen Schulräumen der Liegenschaft «Krone» durchführen wird. Eingeladen hat der Gemeinderat quartierweise und er bietet jedem Quartier jeweils zwei verschiedene Termine an, die rund zehn Tage auseinander liegen. So möchte er so viele Einwohner wie möglich erreichen.
   Mit dem «Futurum» tritt die Gemeinde Lengnau gewissermassen in die Fussstapfen der Gemeinde Bad Zurzach, die im vergangenen Jahrzehnt mehrfach erfolgreich ebenfalls ein «Futurum» auf die Beine stellte. In überschaubarem Rahmen - im Gebäude des alten Eisenwarengeschäfts Keller - informierten dort die Behördenmitglieder zur Entwicklung und zu den wichtigsten Projekten im Flecken, und zwar ausführlicher als dies im Rahmen einer Gemeindeversammlung möglich gewesen wäre. Die Zurzacher Bevölkerung dankte es doppelt: Erstens erschien sie zu den Futurums-Anlässen in eindrücklicher Zahl - es tauchten summa summarum bis gegen knapp 1000 Personen an den Informationsrunden auf. Zweitens winkte die Bevölkerung in der Folge die grosse Mehrheit der Bad Zurzacher Projekte, trotz beachtlicher Investitionssummen, immer wieder durch. Vermutlich auch, weil sie verstanden hatte, welche Überlegungen sich der Gemeinderat zu den einzelnen Projekten machte.

Den Puls fühlen

Was passiert, wenn der Gemeinderat und ein Teil der Bevölkerung nicht die gleiche Sprache sprechen, mussten die Lengnauer Behörden im Zuge der Referendumsabstimmung zum Testplanverfahren für die Zentrums- und Dorfplatzentwicklung schmerzhaft erfahren. Noch an der Gemeindeversammlung war der 220999-Franken-Kredit für die Testplanung durchgekommen, das darauffolgende Referendum wurde dann aber von mehreren 100 Personen ergriffen und nach der Urnenabstimmung prompt auch angenommen. Damit wurde der Gemeindeversammlungsentscheid obsolet. Das kurzfristige Ergebnis war ein Scherbenhaufen - es hiess zurück auf Feld 1. Die Herausforderungen jedoch, die unter anderem mit der Testplanung angegangen werden sollten, sind natürlich geblieben. Mit dem «Futurum» wechselt der Gemeinderat nun aber gewissermassen vom Modus «Reaktion» in den Modus «Aktion». Proaktiv möchte er die Bevölkerung und die Lengnauer Gewerbetreibenden in den Meinungsbildungsprozess miteinbeziehen, die wichtigsten Projekte der Gegenwart und Zukunft vorstellen und Ideen und Vorschläge abholen, die bei Einwohnern, Vereinen und Gewerbetreibenden allenfalls vorhanden sind.
   Für den Gemeinderat steht fest: Die Gemeinde steht in den kommenden Jahren vor wichtigen Planungsschritten. Ausserdem wird die Anzahl Einwohner, wenn die Schätzungen denn Realität werden, in den nächsten 15 Jahren um zehn bis 15 Prozent steigen. Das bietet Chancen für die Gemeinde, birgt aber auch Risiken.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 95

 



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