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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Komm Hegel, wir machen Fasnacht!

Geisselknall und Storzenwurf! Mit der Räbehegel-Treibjagd wurde am Schmutzigen Donnerstag die Klingnauer Fasnacht offiziell eröffnet - im Städtchen unter erschwerten Bedingungen.

KLINGNAU (tf) - César und Lukas Roth. Zur Fasnachtszeit treten die beiden jeweils in altbekannter Montur auf: Sie sind das Brieggerli und das Lächerli, die beiden Klingnauer Räbehegel, die am Schmutzigen Donnerstag die Klingnauer Fasnacht offiziell eröffnen. In diesem Jahr, so schien es, hatten die beiden Hegel besonders viel Ausdauer.
   Kurz nach 13 Uhr trieben sie die ersten Schüler, die Kindergartenkinder im Gäntert, aus den Räumen, eine Stunde später, gegen 14.15 Uhr, trafen sie, den Kids hinterher spurtend, im Städtli ein.
   Dazwischen hatten die beiden Hegel nicht weniger als drei Chindsgi-, drei Unterstufen- und sechs Mittelstufenklassen aus ihren Klassenzimmern getrieben, ausserdem 270 Oberstufenschüler aus 17 Bezirksschul-, Sekundarschul- und Realschulklassen. An eine Pause war vorderhand aber nicht zu denken, es galt die versammelte Jugend vor grosser Zuschauerschar durchs Städtchen zu jagen. Klingnaus halbernste, aber spielerisch gemeinte Strassenschlacht stand an.
   Geissel knallend eilten die Hegel Städtchen auf und ab, Storzen werfend eilte die Jugend hinterher oder dann, die Storzen überrascht fallen lassend so schnell wie möglich davon. Das Spektakel dauerte noch einmal satte fünf Viertelstunden. Zwei Pausen gönnten sich die Hegel dazwischen, mehr nicht.

Hegel zwischen Baustellen

Erfreulich war, dass, anders als zum Teil in Vorjahren, Eskalationen jeglicher Art ausblieben. Alle hatten scheinbar begriffen und akzeptiert, dass der Räbehegel-Brauch ein närrisches Spiel und kein Platz für Macho-Gehabe war. Nur wer die zwei Grundregeln - Storzen nur auf das Zielschild am Rücken werfen und wegrennen, wenn die Hegel kommen - nicht akzeptieren wollte, riskierte einen unsanften Zwick mit der Geissel. Für Jugendliche und Räbehegel eine Herausforderung war das zugestellte Städtchen. Zwar hatte die Firma Birchmeier die Baustelle rechtzeitig fasnachtstauglich «zwäg» gemacht, aber der Platz blieb beschränkt. Die Schattengasse war auf ein schmales Gässchen reduziert und eine Bar für das bevorstehende Städtlifäg-AIR blockierte die oberste Altstadt. So mutierte die Treibjagd zwischenzeitlich zum Hindernisparcours - das sollte im kommenden Jahr wieder anders sein.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 23

 



Aktuell in der Botschaft

24.02.2017

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