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Tag 2 - Heim, Heim, Heim

110 Kilometer von Neuenburg nach Strassburg

was schon am Ziel?!Nach knapp 30 Kilometern auf der deutschen Seite geht es in Breisach – bei strömendem Regen - über die Grenze nach Neuf-Brisach, (Département Haut-Rhin, 68) . Die von Vauban gebaute Festung gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Nachtrag: im Hotel Krone in Neuenburg (einer Gründung der Zähringer) sind in der Gaststube Wappenscheiben anderer Zähringerstädte zu sehen. Zum Beispiel von Murten, Rheinfelden, Thun, Burgdorf oder Bern..

 

Die Schlagzeile der Zeitung „Die Oberbadische“ nach dem Deutschen Sieg gegen Frankreich lautet: „Merci Mats“ und „1:0 – Hummels einfach himmlisch“. Ennet der Grenze, in der Zeitung „L'Alsace“ heisst es : „Et à la fin, c'est l'Allemagne qui gagne“. Der Schreiber der Kolumne „Uf elsassisch“ findet: „mir hàn zwei Harz“, ein grösseres dass für Frankreich schlägt, ein kleineres „wo fir unsri Nochber zittret, die wo fasch glich reda wia uns dr Schnabl gwachse isch.“ Und übrigens meinte der Kronenwirt noch: „Ja, wir haben mit dem Hitzfeld und den Schweizern mitgefiebert.“

 

Klein Holland und Boesenbiesen

Fertig Fussball: Jetzt fragt man sich, bei dem Titel, ob ich denn schon genug vom Velofahren habe und wieder heim will. Ganz und gar nicht, obwohl es bei dem Regenwetter schon etwas mühsam war. Nein, der Titel weist auf das Gebiet zwischen Neuf-Brisach und Strassburg (Département Bas-Rhin, 67) hin, wo mehr als jedes zweite Dorf einen Namen mit „Heim“ trägt. Also Volgelsheim, Biesheim, Baltzenheim, Artzenheim, Marckolsheim, Schwobsheim, Friesenheim, Ichtratzheim, Wittisheim, Boofzheim, Obenheim oder Plobsheim. Andere Dörfer haben sonst – in unsern Ohren - merkwürdige Namen wie „Boesenbiesen“ oder „Sundhouse“. In Sundhouse haben wir etwas verspätet zu Mittag gegessen: weil der Koch schon weg war, gabs nur noch „Crudité et Charcuterie“, also Salat mit Schinken und Aufschnitt. Im Fernsehen lief Trabrennen, im Radio deutsche Schlager. Ach ja, und in Holland war ich übrigens auch schon! Zumindest in „Petite Hollande“, einem Ortsteil von Volgelsheim.

Schleusen, Mais und Kohl

Von der Route gibt es nicht viel zu erzählen. Alles gerade, fast immer dem Rhein-Rhone-Kanal entlang. Alle paar Kilometer wieder eine Schleuse; um sie in Gang zu setzen ziehen die Schiffsführer eine Schnur, die etwa 100 Meter vor der Schleuse an einem „Galgen“ über dem Kanal hängt. Neben dem Kanal Maisfelder, soweit das Auge reicht. Dazwischen habe ich mal ein Kohlfeld entdeckt, aus dem es sicher mal Sauerkraut gibt. Bei wieder etwas freundlicherem Wetter erreichen wir Strassburg mit dem imposanten, 142 Meter hohen Münster. Dieses wird – ähnlich wie das Bundeshaus in Bern vor Weihnachten – abends von einer Lichtshow angestrahlt. Viele Leute sind am Samstagabend in der Stadt unterwegs. Wir essen Znacht im „Le Kugelhopf“, wo ich „Saumon au lit de Choucroute“ bestelle und mir zum Dessert eine „Tarte aux myrtilles meringuée“ genehmige. Wir schlafen im „Hotel du Rhin“, gleich beim Bahnhof.

 

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10.08.2018

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Hegis in Mettau werden dieses Jahr hundert. Nicht die einzelnen Familienmitglieder natürlich, sondern der Familienbetrieb: die R. Hegi AG - Elektrische Unternehmung. Seniorchef Roland Hegi erzählt von den Anfängen und der stetigen Entwicklung.