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Fasnachtsumzug Würenlingen 2015

Die besten Bilder vom Umzug erleben sie hier.
 

Aktuell

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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Eine schwarze Komödie - und doch viel mehr

Regisseur Niklaus Stöckli und Theater Klingnau bringen Peter Shaffers «Black Comedy» auf die Bühne - in einer äusserst unterhaltsamen und charmant-überzeugenden Mundartversion.

KLINGNAU (tf) - Sind Ihnen Peter Shaffer und sein Stück «Black Comedy» ein Begriff? Noch nicht? Dann schauen Sie, dass dies unbedingt so bleibt - zumindest vorläufig und sicher so lange, bis Sie sich das aktuelle Bühnenstück des Theaters Klingnau selbst zu Gemüte führen. Googeln Sie vorher auf keinen Fall, um was es geht in diesem Stück. Lesen Sie vor dem Theaterbesuch möglichst keine Rezension und keine Stückkritik - ausser natürlich die vor Ihnen liegende der «Botschaft». Ganz wichtig: Verzichten Sie an der Abendkasse freundlich und hartnäckig auf das Programmheft. Glauben Sie mir, nur dann, nur wenn Sie all dies auf sich nehmen und aushalten, kann der Theaterabend des Theaters Klingnau im Propsteikeller zu Klingnau zum maximalen Erlebnis werden. Nur dann funktioniert die allererste und wichtigste Pointe dieses Stücks, das 1965 in London uraufgeführt wurde. Peter Shaffer hat das Stück damals nicht umsonst «Black Comedy» getauft. Ja, eine schwarze Komödie, das ist es. Im anderen Sinn des Wortes ist es aber auch eine Komödie im Schwarzen. Und damit sie funktioniert, diese Komödie, muss auch der Zuschauer zu Beginn im Dunkeln tappen - im übertragenen wie im buchstäblichen Sinn.

Kleine Bühne, grosse Leistung

Was Sie auch erwartet, es sei Ihnen versichert: Sie werden den Besuch im Klingnauer Propsteikeller auf keinen Fall bereuen. Überraschung, Leidenschaft, schwarzer Humor und ordentlich viel Komik sind die Zutaten, die dieser neusten Inszenierung von «Black Comedy» das gewisse Etwas, den Extraschuss Schärfe, geben. Schauspielkunst vom Allerfeinsten und in Mundart gesprochene Texte runden den theatralischen Augen- und Ohrenschmaus würdig ab.
   Keine Spur von Laientheater, könnte man gar keck behaupten. Und dies nicht nur aufgrund des gut gelungenen, mit mehreren Ebenen spielenden Bühnenbildes. Auch die acht Schauspieler meistern ihre Aufgabe bravourös und vor allem - und das ist wichtig im Theater - authentisch und glaubwürdig. Man nimmt ihnen ihre Rolle und die Situation, in der sie sind, eins zu eins ab. Und die Aufgabe, die sie zu erfüllen haben - sehend Nichtsehende zu spielen - ist wahrlich keine leichte.
   Besonders überzeugund und nicht nur, aber auch deshalb urkomisch sind der strenge Vater Colonel Melkett, gespielt von Urs Hellenbrandt, und die nur sporadisch, dafür in Erinnerung bleibend auftretende Miss Furnival, gespielt von Marlen Spatny.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 25

 



Aktuell in der Botschaft

02.03.2015

Blaskapelle im Bärensaal

Unter dem Motto "rundum sorglos" spielte die Blaskapelle im voll besetzten Würenlinger Bärensaal auf. Das entzückte Publikum forderte und erhielt gleich zwei Zugaben.

Den Frühling begrüsst

Die Hackbrettspielerin Barbara Schirmer entlockte ihrem Instrument im Schneisinger Aemmertsaal nicht nur traditionelle Appenzellermusik, sondern auch südamerikanische Rhythmen und experimentelle Töne.

Der Brand von Kaiserstuhl

Nur zwei Wochen nach dem verheerenden Brand von Glarus 1861 brannten in der Kaiserstuhler Rheingasse elf Häuser komplett nieder. 45 Menschen verloren alles, was sie hatten.