Bürli AG

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Johann und Emil: Erst Bettelkinder, dann Landbesitzer

Verwaist, verarmt, verwarnt, abgeschoben und schliesslich Erfolg gehabt. So liesse sich die Familiengeschichte von Johann und Emil Stappung in kurzen Worten zusammenfassen. Die Akten im Döttinger Gemeindearchiv geben Einblick ins Leben der Dorfbevölkerung des 19. Jahrhunderts.

DÖTTINGEN (uz) - Johann und Emil Stappung waren Sorgenkinder und ihre vier Geschwister gleich mit. Die Familie hatte es schwer. Vor zwei Jahren war der Vater gestorben, hatte nichts hinterlassen, und Mutter Catharina kämpfte mit ihren sechs Kindern täglich ums Überleben. Die Gemeinde Döttingen gewährte der Familie zwar sogenannte Armenunterstützung, zum Leben reichte es trotzdem kaum. Wenn Johann und Emil Hunger hatten, gingen sie betteln. Meistens nach Zurzach, da lebten die besseren Leute und da gab es Händler und Wallfahrer.

Vom Landjäger aufgegriffen

So auch am 22. Mai 1883, es war ein Dienstag. Unglücklicherweise wurden Johann und Emil vom Landjäger aufgegriffen. Betteln war nämlich verboten. Der Landjäger vermahnte die beiden streng, schickte sie nach Hause und meldete den Vorfall dem Bezirksamt.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 87

 



Aktuell in der Botschaft

29.07.2015

Bagger auf dem Schulhausplatz

Auf dem Badener Schulhausplatz sind die Bagger aufgefahren. Das Jahrhundertprojekt an einem der meistbefahrenen Verkehrsknoten der Schweiz ist damit definitiv gestartet.

Strom aus Bananenschalen und welkem Salat

Die Sommerserie "Abfall und Recycling" zeigt, wie Grüngut wiederverwertet wird und welche Stoffe überhaupt in die Grüngutsammlung gehören.

HPS - Frau der ersten Stunde

Die HPS Döttingen feiert ihr 50 jähriges Bestehen. Ida Achermann hat von 1966 bis 1998 and der HPS errichtet und die Schule wesentlich geprägt.