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Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Schlummernde Stadtgeschichte zum Leben erwecken

«Kaiserstuhler Geschichtsschreiber»: Das ist der Name eines spektakulären Projekts. Alte bis sehr alte Ratsbücher, Gerichtsprotokolle und Kirchenbücher sollen zuerst von Profis digitalisiert, danach von Laien gelesen und schliesslich dank Schlagworten und Datenbank für jede und jeden zugänglich werden.

KAISERSTUHL (tf) - Man stelle sich vor, man will eine historische Arbeit zu Kaiserstuhl schreiben. Konkreter: Man will ein ausgewähltes Geschlecht, von dem bekannt ist, dass es über mehrere Generationen in der Kaiserstuhler Altstadt im Spittelgässli gewohnt hat, unter die Lupe nehmen, sozusagen eine echte Familien- und Sozialgeschichte zu einer Episode in der Kaiserstuhler Geschichte schreiben. Toll wär’s. Nur: So spannend es wäre, unter heutigen Umständen bleibt dies ein schier aussichtsloses Unterfangen.
   Das Archiv der Stadt Kaiserstuhl ist zwar in klimatisiertem Raum untergebracht und wohl geordnet, die Recherche nach Familiennamen in alten Ratsbüchern, Gerichtsprotokollen und Kirchenbüchern aber würde sehr aufwendig. Akte um Akte wäre zu studieren, denn: Es ist heute nirgends nachzulesen, in welchen Büchern und Dokumenten des Kaiserstuhler Stadtarchivs was steht. Kommt hinzu, dass die alten Schriften, die zum Teil bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen, nicht alle in bestem Zustand sind und der Umgang mit ihnen grösste Sorgfalt erfordert. Ohne entsprechende Bewilligung, darf (und sollte) man mit den Dokumenten nicht arbeiten.

Vom Archiv ins Netz

Geradezu revolutionären Charakter hat vor diesem Hintergrund das Projekt «Kaiserstuhler Geschichtsschreiber», welches der Verein «Pro Kaiserstuhl» in den letzten Wochen und Monaten aufgegleist und mit einem Startbetrag von 6000 Franken überhaupt möglich gemacht hat. Das Ziel des mehrstufigen Projekts ist, der breiten Öffentlichkeit Zugang zu verschaffen zum Kaiserstuhler Stadtarchiv. Aber nicht im physischen Sinne, sondern via Internet und elektronische Medien. Der in den Dokumenten schlummernde Inhalt des Archivs soll mit Hilfe von Schlagwortregister, Datenbank und digitalisierten Dokumenten zu frischem Leben erweckt werden. Laien und Fachexperten sollen einst alle Ratsbücher und viele weitere Dokumente des Archivs lesen können, ohne sie physisch anfassen zu müssen.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 100

 



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29.08.2014

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