Bürli AG

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Die Botschaft

Die Botschaft unter dem Arm

Petrus ist offensichtlich ein Drehorgel-Fan

Drehorgel-Treffen und Flohmarkt im Flecken sind bei bestem Wetter und illustrer Beteiligung wieder zu einem vollen Erfolg geworden.

BAD ZURZACH (fi) - Über 60 Drehorgelspieler haben am Samstag in den Strassen konzertiert. Mit ihren Instrumenten und Trachten haben sie das Fleckenbild belebt und mit ihren Klängen jegliche Alltagsmuffigkeit vertrieben. Auch die vielen Marktstände machten das Regensommer-Grau vergessen. Das Angebot reichte von den schönen aber kaum brauchbaren Flohmarkt-Dingen bis zur kompletten Revox-Musikanlage, die ihren Liebhaber aus dem vordigitalen Zeitalter suchte. In den Beizen und an den Verpflegungsständen liess es sich gut sein. Auch hier gab es zwischen dem Magenbrot und dem Fläckeschtäcke eine grosse Bandbreite. Nicht zu vergessen sind die heimischen Geschäfte, die aus ihren Läden ausbrachen und sich auf die Strasse wagten.

Historisches und Neues

«Wir sind froh über die grosse Beteiligung. Wenn es Absagen gegeben hat, waren diese krankheitsbedingt», stellte Georg Dietschi fest, der den Drehorgel-Anlass nun schon zum sechsten Mal organisiert hatte. Unter den Drehorgeln hatte es Besonderheiten: einerseits die Bet- und andererseits die Walzenorgeln. Bei den Bet-Orgeln handelt es sich um Instrumente, die um 1880 in den USA von Wanderpredigern bei Gottesdiensten eingesetzt wurden.
   Die um 1900 gebauten Walzenorgeln sind besondere Kostbarkeiten. Eine Walze vermag zwar nicht so viele Stücke wiederzugeben wie das sonst übliche Lochband und besitzt auch weniger Register, doch ist ihr voller Klang einzigartig. Ein Instrument dieser Gattung wurde von Theo Schweighauser aus Schneisingen gespielt. Es war zwischen 1887 und 1893 bei Frati und Schönhauser in Berlin gebaut worden. Theo Schweighauser, der sich früher im An- und Verkauf von Drehorgeln betätigt hatte, konnte das Instrument «günstig» (aber immer noch für eine stolze Summe) erwerben. Bei der Firma Gebrüder Fuchs in Oetwil am See wurde die Orgel wieder spielbar gemacht aber äusserlich nicht verändert.
   Neben diesen und anderen, mehr oder weniger alten Raritäten gab es auch einige «Chip-Orgeln». Ihr Spieler kann zwar mit dem Drehen der Kurbel den erforderlichen Luftstrom bereitstellen aber auf die Melodie kaum noch Einfluss nehmen.



Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 101

 



Aktuell in der Botschaft

01.09.2014

Wissenswertes am Waldumgang

Der Leibstadter Waldumgang hat viel Wissenswertes vermittelt, zum Beispiel zum Thema gebietsfremder, invasiver Pflanzen wie dem Asiatischen Springkraut.

Teufelsmusik in der Stadtkirche

Das Festival der Stille war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Am Samstagabend war in Kaiserstuhl "Teufelsmusik" in der Stadtkirche zu hören.

Augenoperationsgeräte aus Leuggern für Nepal

Die Stiftung "Vision Tibet" hilft, dass tausende von Menschen in Asien wieder sehen können. Auch im Spital Leuggern nicht mehr gebrauchte medizinische Geräte sind dafür jetzt im Einsatz.