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Velotour Rhein 2015

Von der Rheinquelle bis ins Zurzibiet

Velotour Rhein 2015Letzten Sommer ist unser Mitarbeiter Christian Roth von zuhause in Würenlingen dem Rhein entlang mit dem Velo an die Nordsee gefahren. Vom 15. bis 18. September hat er nun noch den Rest des Rheinradwegs Eurovelo 15 absolviert. Per Bahn fuhr er auf den Oberalp-Pass. Von dort ist es nicht weit zum Tomasee, der als offizielle Rheinquelle gilt. Danach ging es über 380 Kilometern in vier Tagen zurück in den Aargau. In Felsenau schloss sich der Kreis: Hier startete die Velotour 2014 vom Vorjahr.

Alle Bilder vom Velotrip finden Sie in der Bildergalerie

Euer Christian Roth

 

Tag 4:Rein und raus, rein und raus

86 Kilometer von Eschenz über Felsenau nach Würenlingen

Grüne GrenzeNach dem Zmorge im Gasthof Raben fahre ich weiter nach Stein am Rhein, wo der Kanton Schaffhausen ein Stück auf die Südseite des Rheins ragt. Ich überquere also die Grenze vom Thurgau nach Schaffhausen. Mit dem neuen Kanton sind auch andere Gesichter auf den Wahlplakaten zu sehen. Bevor ich zurück im Aargau bin, habe ich noch ganz viele Landesgrenzen vor mir. Obwohl ich bis nach Rheinheim bei Bad Zurzach auf der nördlichen Rheinseite bleibe, reise ich ständig ein und aus.

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Tag 2 - Im Föhnsturm durch vier Länder

120 Kilometer von Chur bis Lindau

Tal abwärtsDer Ausblick durchs Dachfenster im fünften Stock des Hotels Freieck geht über die Dächer der Altstadt und zu den umliegenden Alpengipfeln. Ich packe meine Sachen und fahre mit dem Lift hinunter ins Erdgeschoss. Gutes Zmorgebuffet, man hört Berndeutsch ebenso wie Englisch und Chinesisch. Ich fahre mit dem Velo hoch zur Kathedrale, die über der Stadt thront. «May the wind blow always at your back», singe ich auf dem Velo vor mich her. Dieser Text des irischen Segens passt für mich heute sehr gut, denn der Wind bläst kräftig Richtung Norden. Besonders nach einem Besuch in Bad Ragaz, wo es schon seit 175 Jahren ein Thermalbad gibt, habe ich Rückenwind. Auf dem Rheindamm fahre ich mühelos 40 Stundenkilometer schnell. Ich gebe Vollgas und schaffe sogar
57,1 Stundenkilometer, geradeaus mit meinem alten Tourenvelo inklusive Gepäck! Die armen Velofahrer, die mir entgegenkommen, sehen etwas abgekämpft aus. Später lese ich im Blick: «Föhnsturm wütet in Graubünden – umgestürzte Bäume, Bahnlinien und Strassen unterbrochen.»

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Tag 3: Von der Insel an den Untersee

78 Kilometer von Lindau nach Eschenz

Am BodenseeBei der kurzen Stadtrundfahrt durch Lindau am Morgen fühle ich mich ein wenig an Bad Zurzach erinnert. Pa­rallel zum Münster steht in Lindau gleich noch eine zweite grosse Kirche, die
St. Stephan heisst. Das Münster wird von der römisch-katholischen Kirche genutzt, St. Stephan gehört der Evangelischen Gemeinde. Eine St.-Verena-Kirche gibt es in Lindau ebenfalls noch, aber die ist auf dem Festland. Die Barriere bei der Eisenbahnbrücke zur Lindauer Insel bleibt ewig unten. Neben mir warten andere Velofahrer und Wanderer und ich habe Zeit, den Baumpflegern zuzuschauen, die angeseilt Äste an den Allee­bäumen absägen. Der Eurocity Zürich–München bummelt vorbei. Via Wasserburg und Nonnenhorn gelange ich nach Kressbronn, Baden-Württemberg. Beim Fluss «Argen» führt der Veloweg über eine historische Hängebrücke. Diese wurde 1897 fertiggestellt und auch Othmar Ammann sei als Praktikant beteiligt gewesen. Der Schweizer Ingenieur hat später unter anderem die berühmte George-Washington-Brücke in New York gebaut.

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Tag 1 – «Stimadas viagiaturs»

100 Kilometer vom Lai da Tuma bis nach Chur

Quelle RheinIch habe heute den Wecker etwas früher gestellt als sonst. Das Billett Oberalp­pass einfach habe ich schon am Vortag gekauft. Um 6.23 Uhr fährt der Zug in Siggenthal-Würenlingen ab; in Baden hält sich der Ansturm der Pendler auf den Zürcher Zug noch in Grenzen, so dass ich mein Velo problemlos verladen kann. In Zürich heisst es umsteigen in den ICN Richtung Innerschweiz. Die meisten Passagiere dösen vor sich hin, trinken Kaffee aus Pappbechern, sind mit dem Smartphone beschäftigt oder lesen 20Minuten. Eine Damenriege auf Vereinsausflug ins Tessin (vermute ich) ist schon fröhlich und etwas laut.

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geradelte Strecke 2015

Tag 4

TG–SH–KN–BÜS–ZH–WT–AG

Tag 3

LI–FN–KN–TG

Tag 2

GR – SG – FL–FK–DO–B–LI

Tag 1

UR – GR