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Tag 8 - Alte Römer und eine neue Schaltung

30 Kilometer in und um Köln

Ankunft ClemensDer Ruhetag heute hat gut getan. Nach dem Frühstück bei Familie Keller fahre ich nach Köln (K) in die Stadt hinein. Auf dem Markt in Langenfeld (ME) kaufe ich „Bundmöhren“, also ein Bund Rüebli mit Grünzeug dran. In Hitdorf - ob da viele erfolgreiche Schlagersänger wohnen? ;-) - nehme ich die Fähre über den Rhein. In der Cladius Therme in Köln entspanne ich mich von den Velo-Strapazen. Um 14.42 Uhr kommt Clemens in Köln Hauptbahnhof an. Er ist morgens um 6 Uhr in Zofingen abgefahren und via Stuttgart nach Köln gereist.

 

Er begleitet mich bis am Dienstag. Ich kenne ihn seit 30 Jahren und wir haben schon allerlei Velotouren zusammen erlebt. Wir gehen gleich zusammen in die „Radstation“ am Hauptbahnhof . Clemens hat einen Platten, meine Schaltung ist blockiert. Nachdem sie schon seit einiger Zeit etwas gerattert hat, kann ich plötzlich nur noch die ersten vier Gänge schalten, ab dem 5. ist alles blockiert. Der Mitarbeiter der Velowerkstatt meint: „Da muss ich den Meister rufen“. Der Chef kann nicht zuviel versprechen, er will sich alles mal anschauen.

 

Römisches Mosaik

Wir gehen schon mal ins Römisch-Germanische Museum, dass voller Steinbeile, Amphoren, Schmuck, Statuen und Steinblöcken ist. Ein Prunkstück ist ein grosser, gut erhaltener Mosaik-Boden, der dort – im Untergrund zwischen Dom und Hauptbahnhof – gefunden worden ist. Köln war ein wichtiger Stützpunkt der Römer. In letzter Minute schaffen wir es um halb sechs zur Turmbesichtigung des Doms. 157 Meter hoch ist die Domspitze, die Aussichtsplattform auf 100 Metern erreicht man über 533 Stufen. Nicht nur der Turm beeindruckt, auch das Innere des Doms ist gewaltig. Während fast alles rundherum zerbombt war, blieb der Kölner Dom im zweiten Weltkrieg stehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Hohenzollern-Brücke mit tausenden von Vorhängeschlössern, welche Verliebte dort befestigen; bei vielen sind die Vornamen eingraviert.

Eine neue Schaltung

Nach dem Besichtigungsprogramm folgt die „Stunde der Wahrheit“. Bringet der Mechaniker mein Velo wieder zum laufen? Ja, allerdings muss er improvisieren. Weil er die passende Schaltung nicht auf Vorrat da hat, baut er ein anderes Hinterrad mit Rücktrittbremse ein. Er bietet mir an, das richtige später noch einzubauen, aber ich will ja nicht warten und es wäre schwierig, auf dem Rückweg nochmals nach Köln zu fahren. Es ist zwar nicht ganz billig, aber ich bin sehr froh, dass ich nun wieder weiter fahren kann.

Himmel un Ääd

In der Gartenbeiz des Gaffelhauses am Altermarkt stossen Clemens und ich mit einem Kölsch auf unsere Velotour an. Zum Abendessen bestellen wir zwei Kölner Spezialitäten: „Levverwoosch“ und „Himmel un Ääd“. Während man das erste unschwer als „Leberwurst“ identifizieren kann, braucht das zweite mehr Erklärung: Es handelt sich um Blutwurst mit Kartoffelstock und Apfelmus. Wenn das 2-Dezi-Glas leer ist, bringt der „Köbbes“ - so nennt man hier die Kellner – gleich das nächste Kölsch und macht einen weiteren Strich auf den Bierdeckel. Wir übernachten in der Jugendherberge Köln-Riehl, wo wir im dritten Stock ein Zimmer mit Aussicht auf den Park beziehen.

 

 

geradelte Strecke

Tag 12

H – N - H

Tag 11

S – P - L

Tag 10

WES – KLE – S

Tag 9

K – ME – D – DU - WES

Tag 8

ME - K

Tag 7

AW - BN – K – ME

Tag 6

RÜD-GOA-KO-AW

Tag 5

SP-MA-LU-AZ-MZ-WI-RÜD

Tag 4

SP

Tag 3

67 – GER – RP - SP

Tag 2

FR – 68 – 67

Tag 1

AG – WT – LÖ – BS – LÖ – 68 – FR